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© Pacific Garbage Screening e.V.

Mehr Plastik als Produkt? Wie wir achtsamer einkaufen können

Einen Großteil unserer Entscheidungen treffen wir aus Gewohnheit – das ist auch erstmal nichts Negatives. Ohne Gewohnheiten würde unser Gehirn ständig auf Hochtouren laufen und wäre überlastet. Nur durch solche Routinen fahren wir zum Beispiel sicher Fahrrad oder Auto, ohne dass jede Fahrt zur absoluten Reizüberflutung wird.


Doch es gibt auch eine Schattenseite unserer Routinen – etwa, wenn wir mit einem Tunnelblick durch die von Verpackungen überfluteten Supermärkte laufen. Wir wissen meist genau, was wir kaufen wollen, suchen zielgerade unseren Weg zum richtigen Regal und lassen uns vielleicht noch nebenher von anderen attraktiven Angeboten locken.

Überlegen Sie mal, wann sie das letzte Mal bewusst, mit offenen, wachsamen Augen durch den Supermarkt geschlendert sind. Oder besser: probieren Sie es einfach mal aus! Das massenhafte Angebot wirkt plötzlich erschlagend - und mit ihm die Verpackungsflut.


Mehr Plastik als Produkt?


Zuhause angekommen hat man dann meist viele Produkte gekauft, bei denen allein das Auspacken so viel Zeit kostet und Müll verursacht, dass man sich fragt, ob man eigentlich für das Produkt oder die zahlreichen Verpackungen gezahlt hat. Ganz vorne dabei sind Süßigkeiten – braucht die Lieblingsschokolade wirklich eine dreifache Plastikummantelung?


Die klare Antwort: Nein, braucht es nicht. Schnell folgt dann der Gedanke: Geht es eigentlich auch ganz ohne Plastik? Sie erahnen die Antwort: Ja, es geht. Bevor wir angefangen haben, Kunststoffe herzustellen, kamen die Menschen auch ohne Plastik aus.


Plastik an sich ist aber kein schlechtes Produkt – wir gehen nur falsch damit um


Vor allem durch seine Vielseitigkeit wurde es jahrzehntelang als Alleskönner gefeiert: Plastik kann weich, hart, elastisch, blickdicht oder gefärbt sein. Es kann alle möglichen Farben und Formen annehmen, ist bruchfest, leichter als Glas und manches Metall und günstig in der Herstellung. Gerade in der Medizin und im Flugverkehr ist es bisher unmöglich, auf Plastik zu verzichten.


Plastik ganz aus dem Alltag zu streichen ist also nicht nur schwierig, sondern auch nicht nötig. Bewusster umgehen können wir mit dieser wertvollen Ressource dennoch. Stellen Sie sich beim Einkauf doch einfach mal die Frage:


Gibt es auch eine plastikfreie Alternative? Ist es mir möglich, diese zu nutzen?

Immer populärer wird ein heute fast vergessener Lebensstil: unverpackt einkaufen.


Obst und Gemüse in Plastikfolien oder -tüten einzupacken ist meist überflüssig: Sie haben oft eine eigene schützende Hülle oder müssen einfach nur gut abgewaschen werden. Kaufen Sie sie einfach lose! Für Pilze, Möhren, Salat, etc. kann man eigene Mehrwegbeutel, Gemüsenetze oder einfach einen Rucksack mitbringen. Es bedarf ein wenig Übung, immer an eine Tüte oder seinen Rucksack zu denken, aber wie anfangs schon beschrieben sind wir Menschen Gewohnheitstiere – das hat man schneller drauf, als man denkt.



Zur Info:

In vielen größeren Städten gibt es bereits sogenannte "Unverpackt"-Läden oder Bioläden, die unverpackte Produkte anbieten. Vieles kannst du dort lose einkaufen oder in eigene Behältnisse abfüllen lassen. Und auch in einigen Supermarktketten kann man manche Produkte unverpackt abfüllen.



Ansonsten bieten Wochenmärkte oder Läden mit Frischetheken eine Möglichkeit, Verpackungsmaterial einzusparen. Bei vielen Frischtheken kann man mittlerweile auch seine eigenen Dosen nutzen, um etwa Käse einzukaufen. Öl, Essig, Ketchup oder Senf kann man auch in Glasflaschen kaufen und diese danach nochmal wiederverwenden. Joghurt, Milch und Sahne gibt es teilweise sogar in Pfandgläsern, schauen Sie sich einfach mal um.


Bei vielen Produkten gibt es keine Alternative, weshalb die einzige Möglichkeit wäre auf diese zu verzichten – das baut gleichzeitig auch Druck bei den Firmen auf, Ihre Produkte nachhaltiger zu verpacken.


Was vielen oft nicht bewusst ist: wir als Verbraucher haben eine unglaubliche Macht – und zwar jeder Einzelne! Wenn wir bestimmte Produkte nicht mehr kaufen, muss der Hersteller handeln.


Für uns Verbraucher ist es so schwer wie nie zu entscheiden, was nun nachhaltig ist und was nicht. Schnell erscheint einem das Problem unlösbar. Wichtig ist: Gehen sie entspannt an die Sache heran - jedes Mal ein bisschen mehr. Sie werden merken, wie schnell man Alternativen findet und sich zurechtfindet. Und wenn es nicht direkt funktioniert, machen sie sich nicht fertig – vielleicht klappt es beim nächsten Mal.