DAS LEBEN DER MENSCHEN UND ALLER LEBEWESEN DER ERDE KAM URSPRÜNGLICH AUS DEM MEER

Primotyp

Der Fortschritt unserer Plattform: Natürlich haben wir an der technischen Lösung gearbeitet – auch wenn wir uns mit Neuigkeiten aus dem Forschungs- und Entwicklungsteam lange bedeckt gehalten haben. Dieses Schweigen wollen wir an dieser Stelle brechen. Im Laufe des Jahres 2019 haben wir verschiedene Verfahren untersucht, um kleine und große Kunststoffteile aus schnell fließendem Wasser auszulenken und in einem Reservoir der späteren Plattform zu sammeln. Dazu zählten aktive Verfahren wie Luftblasen oder Wasserdüsen.

Doch letztlich haben wir uns für ein passives Verfahren entschieden, um so energieeffizient wie möglich zu arbeiten. Die Ursprungsidee der großen Ozean-Plattform behalten wir bei: Allein die funktionale Architektur lenkt das Wasser so, dass die Kunststoffteile in einem Reservoir landen – nach wie vor ohne den Einsatz von Netzen. Gemeinsam mit unseren Partnern vom RWTH-Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft haben wir jetzt einen Primotypen der Plattform – eine Teileinheit des späteren Prototyps – in einem großen Strömungskanal getestet.

„Der Versuchsaufbau ist von seiner Größe und der Fließgeschwindigkeit des Wassers sehr nah an der Realität“, sagt unser Entwicklungsingenieur Jan Klosterhalfen „Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Theorie der passiven Konstruktion ohne Netze grundsätzlich auch in der Praxis funktioniert.“ Forschungsleiter Dr. Tilman Flöhr bestätigt: „Den nächsten wichtigen Schritt sind wir erfolgreich gegangen. Wir werden das Design im Labor weiter optimieren und im nächsten Jahr in Feldversuchen in Flüssen testen.“ Wir werden berichten!

CollectiX

Milliarden Teile Plastikmüll verschmutzen die Gewässer dieser Welt. Die CollectiX Müllsammelboote wollen dieses Problem mindern. Mit ihnen sammeln wir Tonnen von Müll aus Gewässern. Dadurch erzählen wir eine inspirierende Geschichte, für eine sauberere Umwelt!

 

Mit CollectiX haben wir von Pacific Garbage Screening, parallel zu unserer Plattform, ein hochtechnisiertes Müllsammelboot in Zusammenarbeit mit unseren Partnern BERKY und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt.

Anders als die meisten herkömmlichen Sammelboote ist das CollectiX nicht nur mit einem Fließband ausgestattet, sondern auch mit künstlich intelligenten Sensoren. Bordeigene Kameras scannen das Fließband und Drohnen die Umgebung, um möglichst viele Informationen über den Müll zu sammeln. Zeit, Menge und Zusammensetzung – all diese Daten werden uns erlauben, Trends zu erkennen, die Eintragsquellen flussaufwärts und so idealerweise den Verursacher zu identifizieren und gemeinsam mit ihm ein Lösungskonzept zu entwickeln oder andere Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. „Das können zum Beispiel nahegelegene Veranstaltungsflächen oder ungesicherte Deponien sein“, sagt Forschungsleiter Dr. Tilman Flöhr.

 

Nur so hat das Müllsammeln auch einen nachhaltigen Nutzen.

FORSCHUNG

Unser Forschungsteam vereint Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Dazu zählen Biologen, Bauingenieure, Geographen, Entsorgungsingenieure und Verfahrenstechniker. Wir arbeiten an den wissenschaftlichen Grundlagen, die erforderlich sind, um unsere Vision in die Tat umzusetzen. Durch die Forschung – z.B. zum Transportverhalten von Plastikpartikeln im Wasser – können wir die wirksamsten Methoden zur Entfernung des Plastiks aus dem Wasser entwickeln und zur Umsetzung und Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee beitragen.

WEG VOM OFFENEN MEER, HIN ZU DEN GROßEN FLÜSSEN: PGS HAT EINEN NEUEN FOKUS

Nach vielen Gesprächen mit zahlreichen internationalen Experten haben wir unseren Fokus nun vollständig auf die Flüsse gelegt. Denn wir sind überzeugt: Unsere oberste Priorität muss sein zu verhindern, dass Kunststoffe überhaupt in die Flüsse gelangen, mindestens aber zu verhindern, dass sie von dort ins offene Meer transportiert werden. Ein weiterer Grund für unsere Fokussierung auf Flüsse sind die nicht absehbaren Folgen für die Meeresbewohner. Experten befürchten, dass es vielen Tieren und Pflanzen und Mikroorganismen, die sich auf dem Plastik ansiedeln, mehr schadet als hilft, wenn man den Plastikmüll aus dem offenen Meer holt.

Da das offene Meer und Flüsse sehr unterschiedliche Strömungsbedingungen aufweisen, können wir unser Ursprungskonzept nicht einfach übertragen. Deshalb sind wir dabei die Größe der Plattform, das Funktionsprinzip und das Design anzupassen. Die Plattform wird kleiner als anfangs geplant und soll im Verbund mit mehreren anderen Plattformen operieren. Dadurch wollen wir auf die individuellen Gegebenheiten verschiedener Flüsse flexibel reagieren können und den Schiffsverkehr nicht beeinträchtigen.

BAU & ENTWICKLUNG

Die Entwicklung der Plattform ist eines der zentralen Themen von Pacific Garbage Screening. In Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern wird die Entwicklung der Plattform vom ersten kleinskaligen Versuch über erste Prototypen bis hin zu fertigen einsatzbereiten Plattformen erarbeitet. Darin enthalten sind grundlegende Versuche einzelner Bauteile der Plattformen als auch komplexe Versuchsstände, in denen die Gesamtstruktur der Plattformen als Ganzes untersucht wird. Somit generieren wir ein detailliertes Verständnis des Verhaltens von Plastikmüll in Flüssen und in unseren Plattformen, lösen technische Hindernisse und erreichen eine größtmögliche Effizienz bei der Extraktion des Plastikmülls. Für die erfolgreiche Entwicklung steht neben der Durchführung von Versuchen auch der Auf- und Ausbau eines Netzwerkes aus Kooperation zu Ingenieurbüros, Verbänden und weiteren Projekten und Organisationen, die sich mit der Bekämpfung der Plastikverschmutzung befassen.

VERWERTUNG DES PLASTIKMÜLLS

Unser Verwertungsteam setzt sich mit der Verwertung des abgeschöpften Plastikmülls auseinander und besteht aus Ingenieuren aus der Chemie und Biotechnologie. Plastikmüll aus Flüssen entspricht häufig nicht mehr seinem ursprünglichen Zustand, da die Struktur z.B. durch UV-Strahlung oder mechanische Einwirkungen beschädigt wird, wodurch es noch schwerer wird, die Abfälle nachhaltig zu recyclen. Zudem enthalten die verschiedenen Plastiksorten oft Schadstoffe, die ausgeschleust werden müssen, um möglichst hochqualitative Produkte zu generieren.

Eine mögliche Lösung ist dafür die Kombination eines stofflichen Verwertungsverfahrens mit einer vorgeschalteten mechanischen und thermischen Aufbereitung. In der aktuellen Konzeptionierung zur thermischen Aufbereitung ist der konkrete verfahrenstechnische Ansatz für das PGS System noch bewusst offengelassen worden. Für diesen sehr spezifischen und anspruchsvollen Abfallstrom ist erst nach vergleichenden Untersuchungen und Bilanzierungen eine Technologieentwicklung und Festlegung auf passende Verfahren möglich. Da es sehr viele verschiedene Arten von Kunststoffen gibt, ist es auch möglich, dass es nicht unbedingt einen Verwertungsweg für alle Kunststoffarten gibt, sondern spezifisch angepasste Lösungen. Zusammen mit unseren Partnern arbeiten wir daran, welche Recycling- und Verwertungsmethoden sich für den gesammelten Müll am besten in einen ökologischen Kreislauf integrieren lassen

DIE URSPRUNGSIDEE

Die Ursprungsidee von PGS basierte darauf, die Kunststoffe aus dem Great Pacific Garbage Patch zu entfernen – jenem großen Müllstrudel, der sich weit draußen in dem pazifischen Ozean befindet. Daher stammt auch unser Name: Pacific Garbage Screening. Im Video siehst du, wie alles begann.

Reduce.

Reuse.

Recycle.

Recover.

PGS_logo_free_white.png
SPENDEN

Wir freuen uns über jede Spende! Hilf mit, die Flüsse und Meere vom Plastikmüll zu befreien.

SOZIALE NETZWERKE
  • White Facebook Icon
  • Weiß Instagram Icon
  • White Twitter Icon
NEWSLETTER
KONTAKT

Strüverweg 116

52070 Aachen

info@pacific-garbage-screening.de

Sparkasse Aachen
Kontonr: 1073091165
IBAN: DE62 3905 0000 1073 0911 65
BIC: AACSDE33XXX

© Pacific Garbage Screening e.V.